TSV Bienenbüttel 2:2 Lüneburger SV

Spielbericht

Für viele "Experten" war die Partie zwischen dem hochgehandelten Aufsteiger der Spielvereinigung aus Lüneburg und unseren Ilmenaukicker bereits vor dem Anpfiff entschieden. Dass diese Begegnung bis in die Schlussphase offen und in der Schlusssekunde ein Bienenbüttler Happyend mit sich bringen sollten, hatten wohl die wenigsten von ihnen vermutet. Und trotz heißer Temperaturen weit über der 30-Grad Marke, entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte und sehr intensive Partie, in der unsere Grün-Weißen vor allem den ersten Durchgang mehr als offen gestalten konnten.

Um gegen die spielstarke und technisch versierte 12-Nationen Truppe aus Lüneburg kompakter zu stehen, beorderte TSV-Coach Kathmann Kapitän Mattern in die Innenverteidigung und stellte seine Mannen in einem 4-4-2 auf. Überraschend war, dass der Gast der LSV anfangs tief stand und beim heimischen Spielaufbau kaum Druck ausübte. So konnte der TSV nach einem Diagonalball und Kopfballduell von Hoffmann gegen den Gästekeeper die erste Chance des Spiels verbuchen, als im Anschluss dessen Alarmstufe Rot im LSV-Fünfer herrschte und das Spielgerät nach einem Moldenhauer-Abschluss gerade noch von der Linie gekratzt werden konnte. (6') Nach und nach fand auch die Spielvereinigung zumindest offensiv besser in die Partie und bediente dabei häufig den über rechts angreifenden Adel Pepic, der nach einem Dribbling auch zu einer ersten gefährlichen Gelegenheit kam, das Tor von Wilking aber knapp verfehlte. (12') Kurz darauf verpasste es der aufgerückte Mattern nach einem gehaltenen Franz-Distanzschuss das Spielgerät im Tor unterzubringen, stand vor seinem Abschluss aber wohl ohnehin knapp im Abseits - die Fahne des Assistenten ging zumindest hoch. (14')

 

Dass der Favorit aus Lüneburg kurz vor der Trinkpause der 1. Halbzeit dann doch in Führung ging, hatten sich die Ilmenaukicker selbst zu zuschreiben. Nach einer Ecke ließ man Sönmez trotz klarer Zuteilung frei in den Fünfer einlaufen, der sich bedankte und per Kopf zur Führung einnickte. (22') Kurz darauf blieb die Pfeife von Schiedsrichter Krull, der in einer hitzigen Partie viel zu tun hatte, stumm, obwohl Moldenhauer im LSV-Strafraum zu Fall gebracht wurde - den kann man durchaus geben. (26') Nun übten die Lüneburger auch früher Druck auf unser Innenverteidiger-Duo Mattern / Heidrich aus, was unseren Spielaufbau durchaus erschwerte. Nichtsdestotrotz kam unser TSV vor der Pause nochmal zu einem guten Abschluss durch Moldenhauer, der am Sechszehner über Umwege an den Ball kam und ins rechte Toreck zum bis dahin verdienten Ausgleich vollendete. (38')

 

Dass der LSV über einen guten und breiten Kader verfügt, zeigte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs als sie Admin Pepic ins Sturmzentrum bringen und so von der Bank nachlegen konnten. Er war es auch, der mit einem klaren, durch Ehlers verursachten Strafstoß, am bravorös reagierenden Wilking scheiterte (52'), um nur wenige Zeigerumdrehungen später doch noch die Lüneburger Führung zu erzielen. Vorausgegangen war ein halbherzig geklärter Ball der Ilmenaukicker und ein Lüneburger Tänzchen im Strafraum mit anschließendem Querpass, den der Torschütze nur noch einschieben musste. (55') In der Folge machten die Hausherren weiter auf, ohne nur ansatzweise zwingend zu werden, was der Spielvereinigung en masse Räume für Gegenstöße bot. So musste die reduzierte Abwehrreihe, um Hoffmann, Mattern und Kruse so manche Überzahlsituation überstehen, was sie im Verbund mit einem glänzend aufgelegten Schlussmann Wilking, Geschick aber auch einer Lüneburger Fahrlässigkeit im Abschluss schafften.

 

Was letzte Woche noch für uns selbst der Genickbruch war (Chancenwucher), sollte an diesem Tage auf Seiten des Gastes aus Lüneburg unser Glück sein und so kam in der Schlusssekunde der Ball über Umwege zum eingewechselten Niemann, der mit dem ersten zwingenden Abschluss der Schlussphase den glücklichen Ausgleich erzielen konnte. (90'+5) Das Quentchen Glück, was unseren Ilmenaukickern sonst so häufig fehlt, war an diesem Tage auf der Habenseite und so sicherten sie sich in der im dem Abpfiff einen Punkt der Moral.

Nun geht es am kommenden Sonntag wieder in den Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg, um gegen den Bezirksligaabsteiger FSG Südkreis den ersten Dreier der Spielzeit einzufahren. Getreu dem Motto "nach Niederlage und Remis, folgt Sieg!".

Autor: Alexander Mattern

Aufstellung

Auswechselungen

Moldenhauer ↔ May (46')
Ehlers ↔ Blumenthal (63')
K. Franz ↔ Yildiz (68')
Heidrich ↔ Niemann (82')

Tore

0:1 Sönmez - LSV (22')
1:1 Moldenhauer ( - | 38')
1:2 Pepic - LSV (55')
2:2 Niemann ( - | 90'+5)