TSV Bienenbüttel 3:4 SV Molzen

Spielbericht

Wasserspiele im Ilmenaustadion

Am zweiten Spieltag der noch jungen Saison bestritten wir bereits unser zweites Heimspiel. Zu Gast war der SV Molzen, der als etwa gleichstark einschätzt wurde. Da es den ganzen Tag geregnet hatte und die dritte Herren bereits auf dem A-Platz ihr Vorspiel mit 5:0 gegen Handorf 2 gewonnen hatte, war die Stimmung im Verein schon einmal gut, anders sahen allerdings die Platzverhältnisse aus. Auf dem aufgeweichten Rasen konnte man schon deutlich die Spuren der „Schlacht“ erkennen, die dort kurz zuvor stattgefunden hat. Es war aufgrund der äußeren Umstände klar, dass dieses Spiel weniger über den schönen Fussball, sondern eher über den Kampf entschieden wird. Zumal die Molzener den Ruf einer lauf- und kampfbetonten Spielführung haben.

Das Spiel begann dann aber gleich wie das Wetter war, nämlich mit einer kalten Dusche und einem frühen Rückstand. Bereits nach 5 Minuten mussten die Ilmenaukicker einem Rückstand hinterherlaufen. Im Mittelfeld wurde dem Gegner zu viel Platz gelassen, sodass aus dem Halbfeld eine Flanke auf den zweiten Pfosten geschlagen werden konnte, die Schaate aus wenigen Metern nur noch über die Linie drücken musste. Im Anschluss fanden die Ilmenaukicker etwas besser ins Spiel und konnten sich auch erste Chancen erarbeiten. Blümke verwertete dann eine von diesen, nachdem fast alle Molzener das Spielen einstellten, weil ein Spieler von ihnen bei einem Pressschlag zu Boden ging. Nach dem Pressschlag landete der Ball bei Witt, der ihn auf Blümke weiterleitete, welcher ihn dann in aller Seelenruhe einschob. Richtige Proteste gab es nach dem Ausgleich nicht, vermutlich, weil den Molzenern schnell klar wurde, dass sie das spielen in so einer Situation auch nicht eingestellt hätten.


Nur kurz nach dem Ausgleich war es dann Franz der eine Veal-Ecke von der linken Seite verwerten konnte und wuchtig ins Tor traf. Anschließend hatten die Ilmenaukicker Oberwasser aber auch viel Pech, weil Veal zwei Mal in unterschiedlichen Situationen am Innenpfosten scheiterte. Anschließend bewahrheitete sich das Sprichwort „wenn du die Dinger vorne nicht machst, dann bekommst du sie hinten“ und so war es abermals eine Flanke aus dem Halbfeld, die auf den zweiten Pfosten geschlagen wurde und mit Meier einen Abnehmer fand, der den Raum, dem ihm geboten wurde, gut nutzte und den Ball zum zu diesen Zeitpunkt schmeichelhaften 2:2 einschob. Kurze Zeit später war die erste Halbzeit Geschichte und es ging in die Kabinen.

Das Wetter änderte sich auch zur zweiten Halbzeit nicht und so wiederholte sich die Geschichte aus der ersten Halbzeit, es gab wieder eine kalte Dusche wie zu Beginn der ersten Halbzeit. Dieses mal konnte eine Standardsituation nicht ausreichend geklärt werden. Etwa 20 Meter vor dem Tor fiel der Ball Meier vor die Füße und dieser brachte einen eher harmlosen Schuss auf das Tor von Wilking, allerdings hielt Resch, der gerade erst zurück zu den Ilmenaukickern gewechselt ist, seinen Fuß so unglücklich in die Schussbahn, sodass der Ball doch den Weg ins Tor fand. Der zweite Treffer von Meier an diesem Nachmittag.


Trotz aller Bemühungen gelang der schnelle Ausgleich nicht. Die Kraft ließ, auf beiden Seiten, aufgrund des tiefen Geläufs langsam nach. Erkennbar wurde das an den sieben gelben Karten, die der insgesamt gute Schiedsrichter Falko Meier, in einem schwierig zu leitenden Spiel, verteilen musste. In der 68. Minute zeigte eben dieser zu allem Überfluss auch noch auf die Strafstoßmarkierung des Heimteams, nachdem Obstmayer seinen Gegenspieler das Bein stellte, eine klare Angelegenheit. Diesen verwandelte Wendig sicher. Fast im direkten Gegenzug konnte May, nach Vorarbeit von Mattern, noch einmal auf 3:4 verkürzen.In den letzten 20 Minuten gelang den Ilmenaukickern dann aber kein wirklich gut vorgetragener Angriff mehr, weil hauptsächlich mit langen Bällen gearbeitet wurde, die die gut verteidigenden Gäste ohne größere Probleme klären konnten.

 

Schlussendlich eine ärgerliche Niederlage, da man vor allem in der ersten Halbzeit das Spiel schon in die richtige Richtung hätte lenken müssen. So bleibt neben einem kaputten A-Platz auch dieses mal nur die Erkenntnis, dass man die Fehler im nächsten Spiel abstellen muss und es dann auch mit den ersten Punkten klappen sollte. Vielleicht ein gutes Vorzeichen, dass es nächstes Wochenende mal auswärts ran geht und zwar beim SV Lemgow-Dangenstorf im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Autor: Christian Cassier

Aufstellung

Tore

0:1 Schaate - SVM (4')

1:1 Blümke (Witt | 23')

2:1 Franz (Veal | 27')

2:2 F. Meier - SVM (40')

2:3 F. Meier - SVM (51')

2:4 Wendig - SVM (68' | FE)
3:4 May (Mattern | 70')

Auswechselungen

Blümke ↔ Niemann (61')
Rund ↔ May (61')

Cassier ↔ Dönmez (81')